– 10 schlechte PC-Angewohnheiten zum abgewöhnen

Angewohnheiten können nützlich sein und bei einem geregelten Tagesablauf helfen. Die folgenden 10 Angewohnheiten sollten Sie jedoch loswerden.

 

1. Den Desktop zumüllen

desktop_zugemuelltFür das aktuelle Projekt brauchen Sie ein paar Bilder, eine Präsentation und ein Word-File. Die kommen erst einmal auf den Desktop. Sobald das Projekt fertig ist, sagen Sie sich, wird aufgeräumt. So vergehen Tage und Wochen. Der Desktop füllt sich nach und nach mit Dateien. Dazu kommen die Verknüpfungen der neuen Tools, die man in den letzten Monaten entdeckt hat.

Irgendwann ist der Desktop voll und Sie dürfen mühselig alles auf einmal aufräumen. Dabei liesse sich ein zugemüllter Desktop leicht vermeiden. Verwenden Sie eine strikte Dokumentstruktur in ihren Dokumente-Ordnern und halten Sie sich daran.

 

2. Den Bildschirm nicht ausschalten

Nachdem Sie zum Feierabend auf «Herunterfahren» geklickt haben, ist die Arbeit noch nicht ganz getan. Schalten Sie den Bildschirm aus. Das spart Strom und macht den Monitor länger haltbar. Das Gleiche gilt übrigens auch umgekehrt. Nur weil auf dem Bildschirm nichts mehr passiert, heisst das nicht, dass der PC aus ist.

 

3. Passwörter aufschreiben

pw_aufschreibenSie basteln sich eine Festung der Sicherheit mit Ihren Passwörtern und versuchen Hacker von Ihren Daten fernzuhalten. Dann schreiben Sie Ihre Passwörter auf einen Zettel, oder schlimmer: in ein Word-File mit dem Namen «Passwörter.docx». Ähnlich sicher ist es, seine Schlüssel aussen an die Haustür zu kleben, damit man sie nicht verliert.

Verwenden Sie Passwörter, die Sie sich merken können. Idealerweise codiert, so dass das Kennwort für Sie Sinn macht, für Aussenstehende jedoch nicht. Falls Sie sich keine Kennwörter merken können, verwenden Sie wenigstens keine ganzen Passwörter im Klartext, sondern Erinnerungshilfen.

 

4. Wichtige USB/Flash-Datenträger nicht verschlüsseln

10xWindows_10_USB_StickAuf Ihrem USB-Stick sind Daten von überall her gespeichert. Was passiert, wenn Sie diesen USB-Stick verlieren? Soll jeder Fremde einfachen Zugriff auf Ihre Fotos, die internen Dokumente Ihres Unternehmens und die Pläne für Ihren USB-Stick mit Speck-Aroma bekommen? Natürlich nicht!

Verwenden Sie also ein Verschlüsselungstool wie Truecrypt, um Ihre Daten auch unterwegs zu schützen. Schreiben Sie bloss nicht das Passwort auf den USB-Stick.

 

5. Laptops zuklappen statt ausschalten

Klappe zu, Laptop aus. Nicht ganz: Wird der Laptop zugeklappt, versetzt er sich lediglich in den Schlafmodus. Es wird also weiter Akku verbraucht. Besonders wenn Sie unterwegs sind, kann sich diese Unachtsamkeit schnell rächen und sie dürfen am Zielort erst einmal eine Steckdose suchen. Bevor der Laptop also in die Tasche wandert, schalten Sie das Gerät vollständig aus.

 

6. Bei Software-Installationen blind auf «weiter» klicken

20140225UpdateMania08JavaWundern Sie sich, woher die ganzen Toolbars in Ihrem Browser kommen und warum jedes Programm eine Desktop-Verknüpfung erstellt? Achten Sie sich bei der nächsten Software-Installation darauf, was der Setup-Prozess tun will. Praktisch jede Toolbar wird mit einer anderen Software mit installiert. Anbieter wie Ask.com zahlen dabei anderen Software-Herstellern Geld, um in den Installationsprozessen angezeigt zu werden. Wer hier ohne zu lesen weiterklickt, hat die Toolbar am Hals.

 

7. Nur ein Backup verwenden…

b830b6d4a3Backups auszuführen ist schon mal eine gute Angewohnheit. Doch mit einem einzigen System ist es nicht getan. Auch wenn Ihre Daten scheinbar sicher auf einer externen Festplatte schlummern, kann noch einiges passieren. Schädlinge verbreiten sich beispielsweise schnell auch auf externen Datenträgern und bei einem Hausbrand oder einem Einbruch nützt das Backup neben dem PC auch nichts.

 

Verwenden Sie also mehrere Backup-Methoden: Lagern Sie eine Festplatte auswärts oder nutzen Sie Online-Dienste für wichtige Daten. Firefox Sync oder ein Google-Konto speichern Lesezeichen und Browserdaten in der Cloud. Solche automatisierten Backups dienen nicht nur als doppelter Boden, sondern helfen auch bei der nächsten Angewohnheit.

 

8. … und dieses unregelmässig ausführen

Ein Backup ist nur sicher, wenn Sie es auch regelmässig ausführen. Das schönste Sicherheitssystem mit verschiedenen Cloud-Diensten und Festplatten in bombensicheren Bunkern nützt nichts, wenn die Daten darauf nicht aktuell sind. Wenn Sie dazu tendieren, Backups zu vergessen, richten Sie ein automatisiertes System ein. Idealerweise täglich, mindestens aber wöchentlich sollten Sie Ihre Daten sichern.

 

9. Bei Hängern wild einfach drauflos und weiterklicken

Eine weit verbreitete Angewohnheit: Der PC hängt für einen Moment, weil er überlastet ist oder das Flash-Plugin wieder einmal versagt. Dabei sollten Sie folgendes nicht tun: Wild mit der Maus auf alles klicken, das eine Änderung verursachen könnte und sämtliche Tastenkombinationen ausprobieren, die es so gibt. Wirklich lohnenswert ist höchstens der Task Manager (Ctrl + Shift + Esc). Ansonsten laden Sie den PC nur mit weiteren Befehlen zu, die ihn weiter überlasten und möglicherweise, wegen der Verzögerung, falsch ausgeführt werden.

 

10. Updates ignorieren

windows updatesVielleicht hat Ihnen Ihr paranoider Cousin einmal gesagt, Windows-Updates seien böse, oder Sie trauen diesem Java nicht so recht über den Weg, hat es doch beim letzten Update so eine Toolbar installiert. Was auch immer Ihre Gründe dafür sind, Updates zu vermeiden, es wird Zeit davon loszukommen. Updates bringen nicht nur neue Funktionen, sondern schliessen auch Sicherheitslücken und machen Ihren PC sichere

 

Gerade Plattformen wie Java oder Webbrowser sind anfällig auf Attacken aus dem Internet und sollten daher stets aktuell gehalten werden. Bietet eine Software automatische Updates an, nutzen Sie diese. Einige Sicherheitspakete wie Avast Internet Security scannen sogar installierte Software und melden sich, wenn ein Programm veraltet ist.

 

Quelle: PCTipp http://www.pctipp.ch/news/fun/artikel/diese-10-pc-angewohnheiten-sollten-sie-vermeiden-80187