– Facebook-Benutzer können nicht bestimmen, ob Name, Profilbild, «gelikte» Inhalte etc. von Facebook weitergegeben werden

Der neuste Streich der Facebook-Datensammler: Besuchte Websites und Standorte: Zuckerbergs Imperium gibt nun noch mehr Daten der Facebook-Nutzer weiter. Wehren kann man sich dagegen kaum.

Facebook hat gestern erneut seine Nutzungsbedingungen angepasst. Neu kann der Benutzer nicht mehr bestimmen, ob sein Name, Profilbild, die «gelikten» Inhalte sowie die Informationen zu seiner Person von Facebook zu Werbezwecken weitergegeben werden dürfen. Das soziale Netzwerk kann aufgrund der neuen Geschäftsbedingungen frei darüber verfügen. Von den Einnahmen, die Facebook mit der Weitergabe der Daten an Werbefirmen verdient, sieht der Nutzer allerdings nie etwas.

Selbst wer auf der Social-Media-Plattform nur wenige persönliche Informationen teilt, gibt eine Fülle von Daten frei. Alle besuchten Webseiten werden aufgezeichnet, während man sich auf der Social-Media-Plattform aufhält. Wird Facebook von einem Smartphone aus benutzt, riskiert man, dass der aktuelle Standort an Zuckerbergs Imperium gesandt wird.

 

Die Nutzer sind machtlos gegen den Datenklau

Die Neuerung versteckt sich in den AGB Facebooks, welche sich kaum ein Benutzer regelmässig durchliest. Nützen dürfte es sowieso nicht viel – gegen die Datenweitergabe kann man sich nicht wehren. Die Gesellschaft rät allerdings den Nutzern des sozialen Netzwerks, die neuen AGB genau durchzulesen und die Neuigkeit über die Änderungen weiterzuerzählen.

In den neuen Nutzungsbedingungen sieht die ASMP einen Zukunftstrend: «Es reicht nicht aus, bloss auf Facebook zu verzichten, um seine Bilder und Inhalte zu schützen. Dadurch verschliesst man bloss die Augen davor, wie Internetunternehmen oder soziale Netzwerke ihre Nutzer und deren Daten respektieren,» schreibt die Medienfotografen-Gesellschaft in einer Mitteilung. Die neue Praxis von Facebook widerspiegle eine Veränderung der Internetkultur.

 

http://www.20min.ch/digital/dossier/facebook/story/Der-neuste-Streich-der-Facebook-Datensammler-16695712