– www.kino.to Nutzern droht ein Strafverfahren

Benutzern der offline genommenen Streaming-Plattform Kino.to droht wahrscheinlich ein Strafverfahren. Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden bereitet entsprechende Verfahren gegen zahlende kino.to-Benutzer vor.

Wie das Nachrichtenmagazin Focus in seiner Online-Ausgabe berichtet, fanden die Ermittlungsbehörden auf den beschlagnahmten PCs der Betreiber von kino.to Daten von Premium-Kunden von kino.to. Diese konnten die auf kino.to zum Streaming bereit gestellten Filme werbefrei geniessen, wenn sie dafür bezahlten – per PayPal (für das ebenfalls illegale Nachfolge-Portal von kino.to, nämlich für kino.tx, existierte ein vergleichbares Bezahlsystem). Damit war zwangsläufig verbunden, dass kino.to Kontaktdaten der Premium-Kunden speichern musste. Diese fielen prompt der Staatsanwaltschaft in die Hände, als diese im letzten Sommer kino.to von der Polizei ausheben liess.
Die juristische Aufbereitung der kino.to-Angelegenheit ist derweil in vollem Gange. So verurteilte das Amtsgericht Leipzig einen Administrator von kino.to zu 3 Jahren Gefängnis.Insgesamt scheinen rund 20 Personen in Zusammenhang mit kino.to unter Anklage zu stehen.

Die deutschen Behörden nahmen Kino.to im Juni 2011 offline. Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden organisierte das europaweite Vorgehen gegen die Raubkopien-Streamingseite kino.to. Allein in Deutschland durchsuchten über 250 Polizisten und Steuerfahnder unterstützt durch 17 Datenspezialisten über 20 Wohnungen, Geschäftsräume und Rechenzentren. Sehr schnell entwickelte sich eine Diskussion um die rechtlichen Folgen für die Benutzer von kino.to.